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KI-Telefonassistent · Arzt- und Zahnarztpraxen

Die Leitung ist morgens besetzt.
Der Anruf geht trotzdem nicht verloren

Ein KI-Telefonassistent nimmt die Anrufe an, die sonst im Besetztzeichen enden: Terminwunsch, Folgerezept, Rückrufbitte. Er erfasst, wer angerufen hat und worum es organisatorisch geht — und entlastet damit den Empfang für die Patienten, die gerade davorstehen.

Wichtig vorab: Der Assistent nimmt keine Angaben zu Beschwerden oder Diagnosen auf. Gesundheitsdaten sind nach Artikel 9 DSGVO besonders geschützt und gehören nicht in ein automatisch angelegtes Telefonprotokoll.


In 40 Sekunden

Warum der Assistent keine Gesundheitsdaten aufnimmt

Stimme und Bild sind KI-generiert — dieselbe Offenheit, die der Assistent am Telefon auch gegenüber Anrufern wahrt.


Vier Situationen

Wo in der Praxis Anrufe verloren gehen

Die Sprechstunde beginnt

Zwischen acht und zehn läuft die Leitung durchgehend. Am Empfang steht gleichzeitig ein Patient. Der Assistent nimmt die wartenden Anrufe an, statt sie ins Besetztzeichen laufen zu lassen.

Rezeptwünsche

Ein großer Teil der Anrufe ist reine Organisation: Folgerezept, Überweisung, Rückruf. Der Assistent nimmt genau diese Anliegen auf und entlastet den Empfang für die Menschen, die davorstehen.

Nach Praxisschluss

Wer abends anruft, bekommt sonst nur den Anrufbeantworter. Der Assistent nimmt das Anliegen auf, verweist bei Dringlichkeit klar auf den Bereitschaftsdienst und legt den Rest für den nächsten Morgen bereit.

Patienten, die kein Deutsch sprechen

Der Assistent versteht und antwortet auch auf Englisch und Russisch. Für Praxen mit internationaler Patientenschaft ist das oft der eigentliche Grund für den Einsatz.


Die Grenze, die wir bewusst ziehen

Organisation ja, Medizin nein

Es wäre technisch einfach, den Assistenten nach Symptomen fragen zu lassen. Wir tun es nicht. Sobald ein Automat Angaben zum Gesundheitszustand aufnimmt und speichert, wird aus einer Telefonnotiz eine Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten — mit allem, was nach Artikel 9 DSGVO daran hängt.

Deshalb bleibt der Assistent vor der Behandlungskommunikation stehen: Termin, Rezept, Rückruf, Dringlichkeit nach Ihren Regeln. Bei allem, was darüber hinausgeht, sagt er, dass die Praxis zurückruft — und weist bei erkennbarer Dringlichkeit auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst und den Notruf hin.

Diese Zurückhaltung ist kein Funktionsmangel, sondern der Grund, warum sich so ein System in einer Praxis überhaupt verantworten lässt.


Häufige Fragen

Was Praxen vorher wissen wollen

Nimmt der Assistent Angaben zu Beschwerden oder Diagnosen auf?

Nein — und zwar bewusst nicht. Gesundheitsdaten sind nach Artikel 9 DSGVO eine besondere Kategorie personenbezogener Daten und gehören nicht in ein Telefonprotokoll, das ein Automat anlegt. Der Assistent nimmt auf, wer angerufen hat, worum es organisatorisch geht (Termin, Rezept, Rückruf) und wie dringend es ist. Alles Medizinische bleibt dem Gespräch mit der Praxis vorbehalten.

Wie unterscheidet er einen Notfall von einem Terminwunsch?

Über Regeln, die die Praxis vorgibt, nicht über eigene medizinische Einschätzung. Der Assistent stellt keine Ferndiagnose. Er erkennt Formulierungen, die Sie als dringend definiert haben, leitet diese Anrufe sofort weiter und weist im Zweifelsfall deutlich auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst und den Notruf hin.

Was ist mit der Schweigepflicht?

Die bleibt unberührt, weil der Assistent nichts erfährt, was ihr unterliegt. Er arbeitet vor der eigentlichen Behandlungskommunikation: Er nimmt organisatorische Anliegen entgegen und übergibt sie an die Praxis. Wo Daten verarbeitet werden und wie lange sie gespeichert bleiben, wird dem Anrufer gesagt — nicht im Kleingedruckten, sondern im Gespräch.

Muss ich Patienten sagen, dass eine KI abnimmt?

Ja. Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, dass Menschen erfahren, wenn sie mit einem KI-System sprechen. Unser Assistent sagt es hörbar am Anfang. Erfahrungsgemäß ist das kein Nachteil: Patienten stören sich weniger an einer angekündigten KI als an einer dauerbesetzten Leitung.

Lässt er sich an unser Praxisverwaltungssystem anbinden?

Grundsätzlich ja, das ist Projektarbeit und hängt vom System ab — medatixx, tomedo, CGM und andere unterscheiden sich erheblich in dem, was sie zulassen. Im Grundzustand schreibt der Assistent nichts selbst ein, sondern übergibt strukturiert an den Empfang. Was tatsächlich möglich ist, klärt ein Blick auf Ihr System, nicht ein Versprechen auf einer Website.

Was kostet das für eine Praxis?

Das hängt vom Anrufaufkommen ab und davon, ob der Assistent nur die Spitzenzeiten abfängt oder durchgehend abnimmt. Fertige Assistenten liegen am Markt grob zwischen 69 und 329 Euro im Monat; ein an die Praxisabläufe angebundenes System ist ein Projekt mit eigenem Umfang. Erst das Gespräch, dann die Zahl.


Hören Sie, wie er mit Patienten spricht

Der Assistent auf dieser Website ist derselbe, der in einer Praxis ans Telefon geht. Schildern Sie ihm einen typischen Anruf aus Ihrem Vormittag — der Ton sagt mehr als jede Beschreibung.